Reiten in Zeiten von Corona: Gemeinschaft und Verantwortung im Stall
Die Zeit der Pandemie hat uns alle vor ungeahnte Herausforderungen gestellt und auch die Welt der Pferde grundlegend verändert. Bei Reitguru begleiten wir dich durch alle Phasen dieser besonderen Situation und zeigen dir, wie du die Bindung zu deinem Pferd stärkst, während du Verantwortung für dich und andere übernimmst. Entdecke wertvolle Tipps für den Stallalltag, rechtliche Hintergründe und inspirierende Wege, wie wir diese Krise gemeinsam meistern können.
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Die Krise als Wendepunkt: Was wir aus der Pandemie für den Reitsport lernen
Es war ein Moment, in dem die Welt für einen Augenblick stillstand – doch im Stall ging das Leben weiter. Pferde kennen keinen Lockdown; sie brauchen Bewegung, Futter und Zuwendung, völlig ungeachtet der globalen Lage. Für uns Reiter bedeutete Corona einen massiven Einschnitt in unsere gewohnte Freiheit. Plötzlich waren Zutrittsbeschränkungen, Hygienepläne und Anwesenheitslisten Teil unseres Alltags zwischen Sattelkammer und Reitplatz. Doch inmitten dieser Unsicherheit haben wir etwas Wesentliches wiederentdeckt: Die tiefe Dankbarkeit für die Zeit mit unseren Tieren.
Die Pandemie hat uns vor Augen geführt, dass der Stall nicht nur ein Ort für Sport und Training ist, sondern ein wichtiger emotionaler Ankerpunkt. Während soziale Kontakte im privaten Umfeld auf ein Minimum reduziert wurden, blieben die Pferde unsere treuesten Gefährten. Sie hörten uns zu, schenkten uns Trost durch ihre bloße Anwesenheit und gaben uns eine feste Tagesstruktur. Diese emotionale Verbundenheit hat vielen Reitern geholfen, mental gesund durch die herausfordernden Monate zu kommen. Wir haben gelernt, dass wahre Partnerschaft sich in Krisenzeiten beweist – und die Partnerschaft zwischen Mensch und Pferd ist eine der stärksten, die es gibt.
Gleichzeitig wurden wir gezwungen, organisatorisch über uns hinauszuwachsen. Stallbesitzer mussten komplexe Konzepte entwickeln, um den Betrieb aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die Gesundheit der Einsteller zu schützen. Wir von Reitguru haben gesehen, wie kreativ die Community wurde: von digitalen Schichtplänen bis hin zu solidarischen Patenschaften für Schulpferde. Dieser Zusammenhalt ist das, was unseren Sport ausmacht. In dieser Kategorie bündeln wir alle Erfahrungen und geben dir einen Leitfaden an die Hand, wie du auch in Zukunft auf gesundheitliche Krisen vorbereitet bist, ohne das Wohl deines Pferdes aus den Augen zu verlieren.
Pferdewohl im Fokus: Bewegung und Versorgung während der Beschränkungen
Eine der brennendsten Fragen während der Corona-Zeit war stets: Darf ich mein Pferd noch bewegen? Die Antwort war immer ein klares Ja, denn Tierschutz steht rechtlich auf einer sehr hohen Stufe. Ein Pferd, das nicht ausreichend bewegt wird, erleidet gesundheitliche Schäden – von Koliken über Atemwegsprobleme bis hin zu psychischen Verhaltensauffälligkeiten. Daher war die Versorgung und Bewegung der Tiere auch in Zeiten von Ausgangssperren meist als triftiger Grund anerkannt. Doch wie organisiert man das, wenn sich nicht mehr alle gleichzeitig im Stall aufhalten dürfen?
Stallmanagement und Schichtpläne
Um die Personendichte im Stall zu entzerren, wurden in den meisten Betrieben Zeitfenster eingeführt. Das bedeutete für dich als Reiter, dass du dich im Vorfeld entscheiden musstest, wann du bei deinem Pferd bist. Was anfangs wie eine lästige Pflicht wirkte, entpuppte sich oft als Chance für mehr Ruhe im Stall. Ohne das übliche Getümmel konntest du dich viel intensiver auf dein Pferd konzentrieren. Viele Reiter berichteten, dass ihre Trainingseinheiten durch die gewonnene Ruhe qualitativ hochwertiger wurden.
Für Stallbetreiber war dies ein logistischer Kraftakt. Digitale Lösungen wie Stall-Apps oder einfache Online-Kalender wurden zum Standard. Hier konnten sich Reiter eintragen, um sicherzustellen, dass die maximale Personenanzahl nicht überschritten wurde. Auch die Dokumentation der Anwesenheit war essenziell, um im Falle einer Infektion Infektionsketten nachverfolgen zu können. Diese Professionalisierung des Stallmanagements ist ein positiver Nebeneffekt, der in vielen Betrieben bis heute Bestand hat.
Die Rolle der Reitbeteiligungen
Reitbeteiligungen spielten in der Pandemie eine Schlüsselrolle. Wenn ein Besitzer aufgrund von Quarantäne oder Krankheit nicht in den Stall kommen konnte, war die Reitbeteiligung oft die Rettung. Es wurden Notfallpläne erstellt: Wer übernimmt das Pferd, wenn Person A ausfällt? Wer hat Zugriff auf den Spind? Wo liegen die Medikamente? Diese Zeit hat uns gelehrt, wie wichtig ein gut funktionierendes Netzwerk ist. Eine Reitbeteiligung ist nicht nur jemand, der die Kosten teilt, sondern ein echter Partner in der Verantwortung für das Lebewesen Pferd.
Hygiene im Reitstall: Mehr als nur Händewaschen
Hygiene war das Schlagwort der letzten Jahre. Im Reitstall, wo wir normalerweise mit Staub, Schweiß und Lederpflege zu tun haben, mussten wir völlig neue Routinen entwickeln. Desinfektionsmittelspender neben der Putzbox und Maskenpflicht beim Satteln gehörten plötzlich dazu. Doch wie wirkt sich das auf den Umgang mit dem Pferd aus? Pferde reagieren sehr sensibel auf unsere Körpersprache und Mimik. Durch die Maske fiel ein Teil unserer Kommunikation weg, was viele Pferde anfangs irritierte. Wir mussten lernen, deutlicher mit unserer Stimme und unserem Körper zu arbeiten.
Besonders wichtig war die Hygiene bei gemeinschaftlich genutzten Gegenständen. Denke an die Stallgasse, die Schubkarren, Mistgabeln oder auch die Türklinken zur Sattelkammer. Hier wurden oft Handschuhe getragen oder die Griffe nach jeder Benutzung desinfiziert. Auch im Reitunterricht wurden Headsets zur Pflicht, um den Abstand zwischen Reitlehrer und Schüler zu wahren und dennoch eine präzise Anleitung zu ermöglichen. Diese technischen Hilfsmittel haben den Unterricht oft sogar verbessert, da die Kommunikation direkter und störungsfreier wurde.
| Bereich | Maßnahme | Vorteil |
|---|---|---|
| Stallgasse | Einbahnstraßensystem | Vermeidung von direktem Gegenverkehr |
| Sattelkammer | Zutrittsbeschränkung | Weniger Aerosolbelastung in engen Räumen |
| Ausrüstung | Reinigung von Gemeinschaftsobjekten | Schutz vor Schmierinfektionen |
| Reitunterricht | Nutzung von Funksystemen | Abstandswahrung bei hoher Unterrichtsqualität |
Die wirtschaftliche Herausforderung für Reitschulen und Vereine
Während viele Privatpferdebesitzer ihre Tiere weiterhin versorgen konnten, standen Reitschulen und Vereine vor dem wirtschaftlichen Abgrund. Der Reitunterricht, das Herzstück vieler Betriebe, musste oft monatelang pausieren. Doch die Kosten für Heu, Stroh, Tierarzt und Schmied für die Schulpferde liefen unerbittlich weiter. In dieser Phase zeigte sich die wahre Stärke der Reitsport-Community. Überall entstanden Spendenaufrufe, Patenschaftsmodelle und kreative Verkaufsaktionen.
Viele Reitschüler zahlten ihre Gebühren weiter, obwohl sie nicht reiten konnten, um „ihr“ Schulpferd zu unterstützen. Wir bei Reitguru haben diese Initiativen mit Stolz verfolgt. Es ging nicht nur um das Überleben eines Betriebes, sondern um den Erhalt von Lebensgrundlagen für Tiere, die uns so viel geben. Wer heute eine Reitschule besucht, sollte sich bewusst sein, welche Opfer viele Betreiber gebracht haben, um ihre Schulpferde durch die Krise zu bringen. Es ist eine Einladung, den Wert einer Reitstunde neu zu schätzen – nicht nur als Dienstleistung, sondern als Beitrag zum Erhalt eines wertvollen Kulturguts und Tierschutzes.
Training mal anders: Kreativität im Sattel und am Boden
Wenn das normale Training mit dem Reitlehrer ausfällt, ist Eigeninitiative gefragt. Die Corona-Zeit war die Geburtsstunde vieler Online-Trainingsformate. Plötzlich saßen wir vor dem Laptop und lernten theoretische Grundlagen zur Biomechanik, schauten uns Lehrvideos zur Bodenarbeit an oder nahmen an Live-Webinaren teil. Diese Form der Weiterbildung hat den Horizont vieler Reiter erweitert. Wir haben gelernt, dass man auch ohne im Sattel zu sitzen, ein besserer Reiter werden kann.
Bodenarbeit als Bindungstraining
Da in vielen Ställen das Reiten zeitweise nur eingeschränkt möglich war, erlebte die Bodenarbeit einen regelrechten Boom. Ob Schrecktraining mit Planen und Flatterband, Zirzensik oder klassische Handarbeit – die Reiter entdeckten neue Wege, ihre Pferde zu beschäftigen. Diese Arbeit vom Boden aus stärkt nicht nur das Vertrauen, sondern verbessert auch die Kommunikation zwischen Mensch und Pferd. Wenn du lernst, dein Pferd nur durch deine Körpersprache zu führen, wirst du diese Feinheit später auch im Sattel spüren. Es war eine Zeit der Entschleunigung, in der das „Miteinander“ wichtiger wurde als das „Höher, Schneller, Weiter“.
Mentales Training für Reiter
Die psychische Belastung der Pandemie ging an niemandem spurlos vorbei. Angst um die Gesundheit, Sorgen um den Arbeitsplatz und die allgemeine Unsicherheit spiegelten sich oft in unserem Reiten wider. Pferde sind wie Spiegel – sie spüren unsere Anspannung sofort. In dieser Zeit gewannen Konzepte zum mentalen Training an Bedeutung. Wir lernten Atemtechniken, um im Stall zur Ruhe zu kommen, und Visualisierungsübungen, um trotz Stress eine positive Ausstrahlung auf das Pferd zu bewahren. Diese Fähigkeiten sind auch heute, lange nach den Lockdowns, unbezahlbare Werkzeuge für jeden Reiter.
Solidarität im Stall: Wie die Gemeinschaft zusammengewachsen ist
In vielen Ställen hat Corona die Menschen enger zusammengebracht. Man half sich gegenseitig, übernahm das Füttern für jemanden in Quarantäne oder kaufte gemeinsam Desinfektionsmittel ein. Diese kleinen Gesten der Hilfsbereitschaft haben das Stallklima in vielen Fällen nachhaltig verbessert. Wir haben erkannt, dass wir alle im selben Boot sitzen – oder besser gesagt, im selben Stall stehen. Der Konkurrenzgedanke rückte in den Hintergrund, das gemeinsame Ziel, die Pferde gesund durch die Zeit zu bringen, in den Vordergrund.
Diese Inspiration wollen wir bei Reitguru weitertragen. Ein Stall sollte immer ein Ort des Miteinanders sein. Die Pandemie hat uns gezeigt, wie verletzlich wir als Einzelne sind, aber wie stark wir als Gemeinschaft sein können. Erhalte dir diesen Geist der Solidarität. Sprich mit deinen Stallkollegen, biete Hilfe an und sei nachsichtig, wenn mal etwas nicht perfekt läuft. Wir alle teilen die gleiche Leidenschaft, und das ist das stärkste Band, das uns verbindet.
Vorbereitung auf die Zukunft: Was bleibt von der Corona-Zeit?
Wir blicken heute auf eine Zeit zurück, die uns viel abverlangt hat, uns aber auch reifer gemacht hat. Viele der eingeführten Maßnahmen haben sich als so sinnvoll erwiesen, dass sie geblieben sind. Die Digitalisierung des Stallmanagements spart Zeit und schafft Transparenz. Die gesteigerte Achtsamkeit in Bezug auf Hygiene schützt unsere Pferde auch vor anderen Infektionskrankheiten wie Druse oder Herpes. Und die Wertschätzung für die freie Zeit im Stall ist bei vielen Reitern dauerhaft gestiegen.
Es ist klug, die Erfahrungen der letzten Jahre in feste Abläufe zu integrieren. Habe immer einen Notfallplan in der Tasche: Wer versorgt dein Pferd, wenn du plötzlich ausfällst? Hast du eine Liste mit allen wichtigen Telefonnummern und Besonderheiten deines Pferdes gut sichtbar platziert? Solche Vorkehrungen geben dir Sicherheit und sorgen dafür, dass dein Pferd in jeder Situation bestmöglich versorgt ist. Wir bei Reitguru unterstützen dich dabei, deinen Stallalltag krisenfest und harmonisch zu gestalten.
- Erstelle eine Notfallmappe für dein Pferd (Pass, Medikation, Besonderheiten).
- Nutze digitale Tools zur Organisation von Terminen und Aufgaben.
- Halte eine Grundausstattung an Hygieneartikeln bereit.
- Pflege dein Netzwerk zu anderen Reitern und Stallkollegen.
- Bilde dich regelmäßig theoretisch weiter, um flexibel im Training zu bleiben.
Darf ich mein Pferd während eines Lockdowns besuchen?
In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass der Besuch und die Versorgung des Pferdes aus Tierschutzgründen nahezu immer gestattet waren. Pferde sind auf tägliche Bewegung und fachgerechte Fütterung angewiesen. Rechtlich wird dies oft als „notwendige Versorgung von Tieren“ eingestuft. Wichtig war und ist dabei jedoch die strikte Einhaltung der geltenden Hygienevorgaben und Abstandsregeln im Stallgebäude. Solltest du dich in Quarantäne befinden, ist der Besuch jedoch untersagt; hier musst du auf dein Netzwerk oder den Stallbesitzer zurückgreifen, um die Versorgung sicherzustellen.
Wie schütze ich mein Pferd vor einer Infektion durch Menschen?
Nach aktuellem wissenschaftlichem Stand gibt es keine Hinweise darauf, dass Pferde eine relevante Rolle bei der Übertragung von COVID-19 auf den Menschen spielen oder selbst schwer an diesem speziellen Virus erkranken. Dennoch ist allgemeine Hygiene im Umgang mit Tieren immer ratsam. Wasche dir die Hände, bevor du Ausrüstung anfasst, die auch von anderen genutzt wird. Die größte Gefahr im Stall geht nicht vom Pferd aus, sondern von der Begegnung mit anderen Menschen in engen Bereichen wie der Sattelkammer oder dem Reiterstübchen.
Was passiert mit meinem Reitunterricht bei steigenden Infektionszahlen?
Reitunterricht unterliegt den jeweiligen Verordnungen der Bundesländer. Oft konnte Einzelunterricht im Freien auch dann stattfinden, wenn Gruppenstunden bereits untersagt waren. Viele Reitschulen haben auf kontaktlose Bezahlung und digitale Terminvergabe umgestellt. Falls der praktische Unterricht ganz ausfallen muss, bieten viele Trainer Theorieeinheiten via Video-Call an. Dies ist eine hervorragende Möglichkeit, dein Wissen über Biomechanik, Skala der Ausbildung oder Hufkunde zu vertiefen, während du auf die nächste Praxisstunde wartest.
Wie kann ich meine Reitschule finanziell unterstützen?
Reitschulen leben von den laufenden Einnahmen des Unterrichtsbetriebs. Wenn dieser ruht, bricht die Existenzgrundlage weg. Du kannst helfen, indem du bereits jetzt Gutscheine für zukünftige Reitstunden kaufst oder deine Kursgebühren als Spende deklarierst, falls du es dir leisten kannst. Viele Vereine bieten auch symbolische „Heu-Patenschaften“ an. Jede kleine Geste hilft dabei, die Schulpferde satt und gesund durch die unterrichtsfreie Zeit zu bringen. Frag einfach direkt bei deinem Reitlehrer nach, welche Form der Unterstützung am dringendsten benötigt wird.
Kann ich Ausrüstung teilen, wenn ich auf Hygiene achten muss?
Das Teilen von Ausrüstung wie Sätteln, Trensen oder Putzzeug sollte in Phasen erhöhter Infektionsgefahr vermieden werden. Sollte es bei Schulpferden unvermeidbar sein, empfiehlt es sich, die Griffflächen (Zügel, Sattelknauf) nach der Benutzung mit geeigneten Mitteln zu reinigen. Achte darauf, dass Desinfektionsmittel das Leder nicht angreifen; oft reicht eine gründliche Reinigung mit Sattelseife aus. Handschuhe beim Reiten und Pflegen bieten einen zusätzlichen Schutz vor Schmierinfektionen und sind im Stall ohnehin ein praktisches Accessoire.
Was tun, wenn der Schmied oder Tierarzt kommen muss?
Die Arbeit von Hufschmieden und Tierärzten ist für die Gesundheit des Pferdes systemrelevant und fand auch während der Pandemie statt. Allerdings wurden die Abläufe angepasst. Oft wurde darum gebeten, dass der Besitzer nicht persönlich anwesend ist oder einen großen Sicherheitsabstand wahrt. Das Pferd wurde dann vom Stallpersonal bereitgestellt. Kommunikation über Befunde oder Beschläge erfolgte meist telefonisch oder per Messenger. Es ist wichtig, diese Dienstleister durch konsequente Einhaltung der Maskenpflicht und Hygiene zu schützen, damit sie ihre wichtige Arbeit weiterhin ausführen können.
Wie beschäftige ich mein Pferd, wenn die Reithalle gesperrt ist?
Wenn die Halle nicht genutzt werden darf, schlägt die Stunde des Geländereitens und der Bodenarbeit auf dem Außenplatz. Pferde genießen die Abwechslung im Wald oder auf der Wiese. Falls auch das nur eingeschränkt möglich ist, kannst du dein Pferd im Stall durch Clickertraining, Intelligenzspielzeug (z.B. Futterbälle) oder ausgiebige Massageeinheiten beschäftigen. Nutze die Zeit, um die Bindung zu festigen. Ein entspannter Spaziergang an der Hand kann für die Psyche des Pferdes genauso wertvoll sein wie eine intensive Trainingseinheit unter dem Sattel.
Verändern sich die Kosten für die Pferdehaltung durch Corona?
Leider hat die Pandemie zu weltweiten Lieferengpässen und Preissteigerungen geführt, die auch vor dem Reitsport nicht haltgemacht haben. Heu, Stroh und Kraftfutter sind teurer geworden, ebenso wie viele Ausrüstungsgegenstände und Tierarztleistungen. Viele Stallbetreiber mussten die Boxenmieten anpassen, um die gestiegenen Betriebskosten zu decken. Es ist ratsam, ein finanzielles Polster einzuplanen und die Ausgaben für das Hobby kritisch zu prüfen. Eine Reitbeteiligung kann hier helfen, die monatliche Belastung zu senken und gleichzeitig die Versorgung des Pferdes abzusichern.
Was ist ein Notfallplan für Pferdebesitzer?
Ein Notfallplan ist ein Dokument, das alle relevanten Informationen enthält, falls du dich nicht selbst um dein Pferd kümmern kannst. Dazu gehören: Name und Standort des Pferdes, Kopie des Equidenpasses, Kontakt zum Haustierarzt und Hufschmied, Fütterungsplan (genaue Mengen und Zusätze), notwendige Medikamente mit Dosierung sowie Kontaktdaten von Personen, die entscheidungsbefugt sind. Hänge diesen Plan gut lesbar an die Boxentür oder hinterlege ihn im Stallbüro. So ist sichergestellt, dass dein Pferd auch ohne deine Anwesenheit lückenlos und korrekt versorgt wird.
